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Bürgermeisterwahl in Ottersberg

13. August 2019 Joachim Augustin

Diskussionsanregungen

Das alles beherrschende Thema in den Medien ist am heutigen 13.08., wie jedes Jahr, die Abriegelung der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten. Die Bedeutung und die Auswirkungen dieses Ereignisses ist eine Frage der Perspektive und der Einordnung der daran beteiligten Personen und deren Zugehörigkeit zu den herrschenden politischen Systemen.

Da zu diesem Thema an sich alles gesagt ist, möchte ich am heutigen Tag unser aller Augenmerk auf Fakten richten, die in unserer Partei nicht verloren gehen sollten.

Die SPD gedenkt heute einem ihrer Gründerväter. Am 13.08.1913 verstarb August Bebel. Zusammen mit Karl Liebknecht gründete er die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), aus der unter seiner Führung die 1890 gegründete SPD hervorging.

Und von der Person Wilhelm Liebknecht komme ich zu der Person, die uns Linke und Marxisten als Vorbild eine der Säulen unserer politischen Arbeit darstellt. Am 13.08.1871 wurde Karl Liebknecht als Sohn von Wilhelm Liebknecht geboren. Zusammen mit Rosa Luxemburg ist er einer der Vordenker einer marxistisch-sozialistischen Weltordnung.

Die Forderungen nach gerechter Verteilung des Vermögens eines Staates wie es Marx und Engels im Kommunistischen Manifest dargelegt hatten, war natürlich ein Angriff auf die Grundfeste der damaligen, zumeist adeligen, Regierungsformen. Und jede Person, die sich dieser neuen Auffassung von Recht und Ordnung anschloss, war somit ein Staatsfeind.

Aber anstatt sich nach dem Motto EINIGKEIT MACHT STARK zusammen zu schließen und mit einer Volksfront die adeligen Schmarotzer, ausgestattet mit dem "Segen" der Kirche, sowie die kapitalistischen Ausbeuter zur Hölle zu schicken, schwächte man sich selber mit Eigentümeleien, persönlichen Eitelkeiten und Intrigen.

Und unter dem Motto: Ich kenne keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche, jagte man die Arbeiter und Bauern, kleinen Handwerker und jungen Studenten in den 1. Weltkrieg. Auch die Sozis stimmten freudig für den Krieg, um das Vaterland zu retten. Nur einer stimmte gegen erneute Kriegsanleihen, die den Arbeitern abgepresst werden sollten: Karl Liebknecht!!!

Das Ende von Liebknecht und Luxemburg ist den meisten gar nicht bekannt. Ich meine damit nicht, dass sie ermordet wurden, sondern dass die Ermordung von beiden auf Befehl des damaligen SPD-Kriegsministers Gustav Noske mit der Genehmigung der Reichsregierung unter Friedrich Ebert (SPD) erfolgte!!! Das waren die Heuchler mit der Weimarer Verfassung!!!

Deshalb ist es mir wichtig, dass in unserer Partei die Fakten nicht vergessen werden. In einer Zeit, in der die SPD auf einmal ihr Herz für die Linkspartei entdeckt!

Woher kommt auf einmal diese Zuneigung? Wollen die Sozis, die seit Jahren zum Steigbügelhalter der Union herab verkommen sind und für ein paar Krümel der Macht den Verrat an den sozialen Grundsätzen ihrer Gründer schamlos in Kauf genommen haben, jetzt die Politik zum Wohle der Menschen in Deutschland ändern?

Natürlich nicht! Denn den Sozis geht es einzig und allein um den MACHTERHALT!!! Dafür ist ihnen jedes Mittel recht. So wie in einem Krieg zuerst die Wahrheit stirbt, so wird in der SPD zuerst Skrupel und Moral "entsorgt".

In der heutigen Zeit, in der die rassistischen US-Kriegstreiber mit Erpressung und atomarer Bedrohung die Welt als Geisel nimmt, um ihre neoliberalen Ziele durchzusetzen, ist das Festhalten an moralischen und ethischen Grundsätzen ein Muss für die Glaubwürdigkeit einer Partei. Und das gilt im Besonderen für die LINKE!

Das gilt z.B. für die "Androhung" des Truppenabzuges von US-Besatzungstruppen aus Rammstein und all den anderen Standorten, von wo aus immer wieder Bomber aufgestiegen sind, um in der Welt im Namen von "Frieden und Freiheit" Tod und Zerstörung als Mittel der "Überzeugung" einzusetzen.

Diese Mordexpeditionen wurden natürlich auch von der SPD und den GRÜNEN mitgetragen. So wie sie sich jetzt eine "Aktion" gegen den Iran vorstellen können. Jetzt unter dem Mantra: "Freier Welthandel". Eine perverse Umschreibung für den Schutz des Kapitals!

Deshalb sollten wir den US-Truppen helfen. Lasst uns nach Büchel fahren ud ihnen helfen, ihre dort gelagerten Atomwaffen zu verpacken und die Strecke freimachen, damit sie freie Fahrt nach Polen haben. Dort wollen sie "heimisch"werden. Geht mit Gott, aber geht endlich!!!

Und unseren Parteioberen sollten wir auftragen, wenn sie wie Dietmar Bartsch mit den Hufen scharren, um nicht zu verpassen, auf den Zug der Macht aufzuspringen: Wir sind anders, wir sind die Besseren! Bei uns zählen andere Werte!

Keinen Pakt, wie auch immer, mit den Urenkeln der Mörder von Liebknecht und Luxemburg, die gerade dabei sind, ihren Insolvenzverwalter zu wählen!!!

Union und Sozis regieren unser Land nach dem Motto: "Halte Du sie arm, wir halten sie dumm." Deswegen passen besonders die GRÜNEN zu uns Linken "wie ein Schwein auf dem Sofa". Nur wer konsequent seinen eigenen Weg geht, kann nicht srolpern. Für eine politische Nothilfe müssen sie sich andere "Patrioten" suchen, die verhindern, dass der Weg der SPD nach den Wahlen in den drei ostdeutschen Ländern nicht der Weg zu letzten Ruhe wird.

Natürlich spreche ich nur für mich alleine, aber vielleicht kann die Basis, die bei uns Linken immer so hoch gehalten wird, darüber diskutieren, welcher Weg der bessere ist. Dazu möchte ich anstossen.

Der Artikel spiegelt die Auffassung des Autors wieder (Anm. d. Red.)