„Die Linke“ fordert den Erhalt der Selbstverwaltung im JUZ, für ein friedliches und buntes Verden

Selbstverwaltung ist mehr als Mitbestimmung

Selbstverwaltung als Organisationsprinzip von Jugendarbeit bedeutet, die eigenen Ideen, Wünsche und Vorstellungen mit anderen zu entwickeln, zu diskutieren und gemeinsam umzusetzen.

Wir brauchen keinen starken Mann

Es muss niemand da sein, der sagt, wo es lang geht und wie etwas getan werden soll. Es wird nicht auf Befehle gehört und auf Anordnungen und Lösungen gewartet. Nein, Probleme werden selbst in die Hand genommen und bearbeitet.

Denn wir sind selber stark genug

Die Erfahrung der Selbstverwaltung, eigene Interessen artikulieren und umsetzen zu können und nicht schon an der nächsten (oft Schul) Tür zu scheitern, bringt Kinder und Jugendlichen Selbstwertgefühl, macht sie stark fürs Leben

Wir wissen selber was zu tun ist

Genau das wird von allen Experten, sei es

Der Landespräventionsrat
die ARUG – Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt
das Lidice-Haus u.v.m.

in der Debatte um die Gefahr von Rechts empfohlen:
Starke Kinder und Jugendliche, die nicht anfällig sind für faschistisches Gedankengut und sich nicht in rechte Verhaltensmuster einbinden lassen

Unser Kopf ist groß genug

Selbstverwaltung bedeutet mehr als ein wenig ‚Mitbestimmung'. Selbstorganisation ist ein politisches Prinzip für eine freie und gerechte Gesellschaft, in die man sich einmischen darf und soll. Das eigene Leben selbst mit gestalten, sich aktiv in die Gesellschaft einbringen und sie verändern.

Am 2. April 2005 waren die Gruppen des Jugendzentrums als Mitglieder des Bündnisses und ein weiterer Ausdruck des “Verden ist bunt – Nie wieder Faschismus“ willkommen, um sich jubelnd als weltoffene Stadt feierm lassen zu können, wie der 160 Seiten starke Pressespiegel zeigt.

Die Gruppen, die frühzeitig vor der braunen Gefahr in Verden und Umgebung gewarnt haben, lange vor den großen Bürger-bündnissen, sollen ausgegrenzt werden, ihrer Arbeit wird der Raum entzogen.

Warum passiert das gerade jetzt?

Der CDU  war diese Art von Jugendarbeit schon immer ein Dorn im Auge, die Schließung des JuZ kommt von ihnen regelmäßig seit vielen Jahren auf die Tagesordnung.

Und die SPD? Was treibt sie dazu, die gerade auch von dem ihnen nahestehenden Jugendverband „Die Falken“ als beson-deres Merkmal der Jugendarbeit herausgearbeitete Prinzip der Selbstorganisation und -verwaltung hier zu Grabe zu tragen.

Bürgermeister Lutz Brockmann behauptet, der Trägerverein des Jugendzentrums habe den in einem Workshop erarbeiteten Kompromissvorschlag, dem Verein einen Beirat zur Unterstüt-zung an die Seite zu stellen, strikt abgelehnt. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Der Trägerverein hat nur abgelehnt, die komplette Verantwortung an den Beirat abzutreten. Dazu ist ein Beirat, wie der Name schon sagt, auch nicht gedacht.

Außerdem gehe um eine Öffnung für mehr Nutzer, um das JUZ aus seinem  Nischendasein zu holen.

Gebhard Rosenthal wird in seinem Interview sehr viel deutlicher: Politisch nicht genehme Gruppen ausgrenzen.

Wie war das : Verden ist bunt – nie wieder Ausgrenzung und Rassismus

Die Verdenerinnen und Verdener könnten froh sein, dass im „gefühlt autonomen“ Jugendzentrum auch Randgruppen ihre Heimat finden und sich dort vielfältig betätigen können.

Die „Neue ökologische Linke“ und „Die Linke KV Verden“ fordern deshalb den Erhalt der bestehenden Selbstverwaltungsstrukturen des JUZ, für ein friedliches und buntes Verden, in dem sich alle Bewohner wohlfühlen !!!