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Rechte Straftaten auf Rekordhoch: Rechter Hass darf keine Normalität sein!
Die Zahl rechter Straftaten in Niedersachsen bleibt auf alarmierend hohem Niveau. Allein im zweiten Quartal 2025 wurden nach Angaben des Innenministeriums 894 rechtsmotivierte Straftaten registriert, darunter 40 Gewaltdelikte. Besonders auffällig sind hunderte fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Straftaten sowie zahlreiche antisemitische, islamfeindliche und queerfeindliche Delikte.
Dazu erklärt Thorben Peters, Landesvorsitzender der Linken Niedersachsen: „Rechter Hass darf nicht zur gesellschaftlichen Normalität werden. Die Zahlen zeigen eine massive Verrohung. Besonders erschreckend ist die hohe Zahl sozialdarwinistischer Straftaten. Dahinter steckt die Vorstellung, dass Menschen nach ihrer vermeintlichen Nützlichkeit bewertet werden. Das richtet sich gegen Arme, Schwache, Ausgegrenzte und all jene, die nicht in ein autoritäres Weltbild passen.“
Besonders betroffen seien nicht nur Großstädte, sondern zunehmend auch kleinere Städte und ländliche Regionen. Die Zahlen zeigten, dass rechte Ideologien tief in gesellschaftliche Debatten hineinwirkten.
Peters weiter: „Rechte Gewalt entsteht nicht im luftleeren Raum. Wer ständig gegen Geflüchtete hetzt, soziale Gruppen gegeneinander ausspielt und autoritäre Antworten normalisiert, verschiebt das gesellschaftliche Klima immer weiter nach rechts. CDU und AfD treiben diese Entwicklung offen voran, während SPD und Grüne ihr zu oft hinterherlaufen.“
Die Linke Niedersachsen fordert einen stärkeren Schutz von Betroffenen rechter Gewalt, den Ausbau zivilgesellschaftlicher Beratungsstrukturen sowie eine konsequente Bekämpfung rechter Netzwerke. Gleichzeitig brauche es eine Politik gegen soziale Unsicherheit, Ohnmacht und gesellschaftliche Spaltung.
